Ziel ist ein strategisches Gesamtkonzept zur künftigen raumrelevanten Entwicklung des Landes. Foto: Shutterstock/Landscape Nature Photo


5. Juli 2017

Konzept

„Raumbild Vorarlberg“ in Planung

Vorarlbergs Einwohnerzahl wächst, die wirtschaftliche Entwicklung ist dynamisch. Dadurch steigen die Nutzungsansprüche an den Raum – der aber nicht mehr wird. Mit der Erstellung eines „Raumbildes Vorarlberg 2030“ sollen Leitlinien und Ziele seitens des Landes festgelegt werden, um die vielfältigen räumlichen Ansprüche zu koordinieren.

„Ein strategisches landesweites Entwicklungskonzept wie das Raumbild Vorarlberg 2030 schafft die Basis, um raumrelevante Themen umfassender abzudecken, eine vorausschauende aktive Planung zu forcieren und die Möglichkeiten einer Planung auf gemeindeübergreifender Ebene – z. B. in Regios – stärker zu nutzen“, sagt Landeshauptmann Markus Wallner. Das Land lädt daher Gemeinden, Regionen sowie Interessensgruppen ein, gemeinsam ein solches Leitbild für die räumliche Entwicklung Vorarlbergs zu erarbeiten. „Es braucht gemeinsame Verantwortung für den gemeinsamen Raum“, betont Wallner.

Das Leitbild soll auf einer soliden Analyse, klaren Zielen und Leitsätzen sowie auf Strategien zum Erreichen dieser Ziele aufbauen. Auf diesem Fundament können dann die konkreten Projekte in den verschiedensten Themenbereichen von Grünzone bis Verdichtung und Stärkung der Ortszentren formuliert und aufeinander abgestimmt werden.

3+1 Kernthemen

Das Raumbild Vorarlberg 2030 soll ein strategisches Gesamtkonzept zur künftigen raumrelevanten Entwicklung des Landes bilden. Dementsprechend umfassend sind die 3+1 Kernthemen, die im Rahmen des Raumbildes behandelt werden. Die Themenfelder „Freiraum und Landschaft“, „Siedlung und Mobilität“ sowie „Wirtschaftsraum und Tourismus“ werden im Leitbild gemeinsam betrachtet und zusammengeführt. Dazu kommt als Querschnittsthema die gezielte weitere Stärkung der regionalen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden (z. B. in Regios). Damit soll das Raumbild ein strategisches Zukunftsszenario für die Entwicklung des gemeinsamen Lebensraums Vorarlberg bis 2030 bilden.

Nutzungskonflikte entschärfen

Es gelte Nutzungskonflikte in der räumlichen Entwicklung zu entschärfen und ein bestmögliches Gleichgewicht zwischen den vielzähligen Interessen zu finden, erklärt Landeshauptmann Wallner: „Unterschiedliche Interessen und Wertehaltungen sind verständlich, aber es ist auch unumgänglich, dass sich alle um einen Ausgleich und Kompromiss bemühen, in dem diverse Anliegen entsprechenden Raum haben. Das hat Vorarlberg immer ausgemacht und diesen Spagat müssen wir auch heute schaffen.“ Dementsprechend ist der gesamte Prozess kooperativ angelegt.

Der Zeitplan

Am Beginn steht im Herbst 2017 eine Runde mit den Fachabteilungen des Landes, im Frühjahr 2018 folgt eine große Raumbildkonferenz mit intensiver Beteiligung von Regionen, Gemeinden und Interessengruppen, und ab Frühsommer 2018 sollen dann auch Beteiligungsmöglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger angeboten werden. Die Beschlussfassung in der Landesregierung ist für Anfang 2019 vorgesehen.

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