Die Masterpläne sollen eine strategischere Vorgangsweise beim Breitbandausbau sicherstellen. Foto: Shutterstock/ThomBal


6. Dezember 2017

Infrastruktur

Paradigmenwechsel beim Breitbandausbau

Um die gesamte Steiermark mit Breitbandinternet zu versorgen, sollen in Zukunft regionale Masterpläne als Basis dienen. Die Masterpläne sollen eine strategischere Vorgangsweise beim Breitbandausbau sicherstellen, indem sie einen genauen Überblick über die vorhandene Netzqualität in der jeweiligen Region liefern, konkrete Ausbaumaßnahmen definieren und eine enge Abstimmung zwischen Gemeinden und Infrastrukturanbietern in der Region ermöglichen.

Zur Koordination der Aktivitäten wird eine Breitbandinfrastrukturgesellschaft gegründet. Sie soll auch in Regionen, in denen kein Ausbau durch Provider stattfindet, selbst die notwendige Infrastruktur errichten.

Die Erstellung der regionalen Masterpläne wird vom Regionalressort mit bis zu 60 Prozent der Kosten gefördert. Insgesamt stehen 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge können bis zum 29. Jänner 2018 bei der Abteilung 17 Landes- und Regionalentwicklung eingereicht werden.

Fördermittel besser ausschöpfen

Durch die Umsetzung eigener Projekte und die Koordination soll die Breitbandinfrastrukturgesellschaft auch dazu beitragen, die für die Steiermark zur Verfügung stehenden Förderungsgelder aus den Breitbandmitteln des Bundes besser auszuschöpfen. Aufgrund wettbewerbsrechtlicher Vorschriften der Europäischen Union darf die Gesellschaft nur dort tätig werden, wo trotz Förderung kein Netzbetreiber ausbaut. Die geplanten Aktivitäten und die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft müssen von der Europäischen Kommission genehmigt werden.

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