Die Finanzierung der Pflege bleibt gesichert. Foto: www.BilderBox.com


5. Oktober 2017

Pflege

Neuer Vorrückungsstichtag für Bedienstete in Seniorenheimen

Der Vorrückungsstichtag von Gemeindebediensteten in Alten- und Pflegeheimen wird in Tirol neu berechnet: Künftig werden auch Ausbildungen, die vor dem 18. Lebensjahr absolviert wurden, in die Stichtagsberechnung einbezogen.

Landeshauptmann Günther Platter sichert den Gemeinden Unterstützung bei der Finanzierung zu: „Gemeinsam mit Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf diskutiere ich regelmäßig die Herausforderungen, die auf die Tiroler Gemeinden zukommen. Eine davon ist die Neuberechnung des Vorrückungsstichtages für Gemeindebedienstete in Alten- und Pflegeheimen der Kommunen und Gemeindeverbände. Ich habe mit Präsident Schöpf vereinbart, dass das Land Tirol 50 Prozent der entstehenden Kosten übernehmen wird.“

Erste Berechnungen gehen von einem Gesamtfinanzierungaufwand von circa fünf bis sechs Millionen Euro aus, die Hälfte davon übernimmt demnach das Land Tirol.

Finanzielle Entlastung für Gemeinden

Ernst Schöpf sieht in der Zahlungsverpflichtung eine große Herausforderung: „Solche, teils unvorhersehbare, Mehrkosten sind besonders für finanzschwache Gemeinde eine Belastung. Dass die Gemeinden in ihrer Finanzierungsaufgabe künftig unterstützt werden, sieht Schöpf auch als „Bekenntnis zur qualitätsvollen, wohnortnahen und auch künftig gesicherten Betreuung im Alten- und Pflegebereich in den Gemeinden Tirols.“

Ursprünglich waren die anzurechnenden Dienstzeiten auf solche beschränkt, die ab dem vollendeten 18. Lebensjahr zurückgelegt wurden. Bekanntlich hat der Europäische Gerichtshof eine solche Stichtagsregelung im öffentlichen Dienst für nichtig erklärt.

 

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