9. Januar 2018

Bildung

Neue Schulhöfe machen Kinder ausgeglichener

Wenn Schulhöfe neu und attraktiv gestaltet werden, verbringen Schülerinnen und Schüler ihre Pausen öfter draußen. Und nach der Erholung im Freien fühlen sie sich – ebenso wie ihre Lehrerinnen und Lehrer – deutlich wohler. Das zeigt der Endbericht der Studie zur niederösterreichischen Förderaktion „Schulhöfe und Spielplätze in Bewegung“.

Das Lehrpersonal nimmt wahr, dass die Schülerinnen und Schüler nach einer Pause im Schulhof ausgeglichener, ruhiger und aufnahmefähiger sind –daher wird dann der Unterricht öfter im Freien abgehalten.

Die Studie zeigt auch, dass Schulgärten bei entsprechender Gestaltung ganzheitlich wirksame Lernorte sein können. Ansprechende Freiräume unterstützen ebenso die Kommunikation mit Freundinnen und Freunden, die den Kindern und Jugendlichen ausgesprochen wichtig ist.

„Die positiven Endergebnisse und die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten eines Schulfreiraumes zeigen uns, wie wichtig es ist, in den Ausbau von Schulhöfen zu investieren“, erklärt Schwarz.

Kinder lernen den Umgang mit der Natur

Landesrat Karl Wilfing hebt den naturnahen Aspekt der Schulhofgestaltung hervor: „Durch lebendige Strukturen wie blühende Sträucher, Naschhecken oder natürliche Spielelemente wird den Kindern der spielerische Umgang in und mit der Natur näher gebracht. Zugleich lernen sie deren wohltuende Wirkung für kleine Schaffenspausen kennen und schätzen. Das Bepflanzungskonzept folgt den Kernkriterien der Aktion ,Natur im Garten‘ – Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel sowie auf Torf.“

Roswitha Wolf von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, der Schüler Efekan Kartal, die Landesräte Karl Wilfinig und Barbara Schwarz, Schülerin Viktoria und Rektor Thomas Haase. Foto: NLK/Reinberger

Roswitha Wolf von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, der Schüler Efekan Kartal, die Landesräte Karl Wilfinig und Barbara Schwarz, Schülerin Viktoria und Rektor Thomas Haase.
Foto: NLK/Reinberger

Die Förderaktion „Schulhöfe und Spielplätze in Bewegung“

Die Förderaktion „Schulhöfe und Spielplätze in Bewegung“ ist im Herbst in die dritte und letzte Runde gestartet und mit ihr entstehen bis 2019 wieder bis zu 30 neue bedürfnisgerechte Bewegungsräume für Kinder, Jugendliche und Pädagoginnen und Pädagogen in Niederösterreichs Schulen. Seit Herbst 2015 sind 44 Schulhöfe geplant und umgesetzt worden. Die Aktion ist eine Kooperation zwischen dem Land Niederösterreich, der NÖ Familienland GmbH und der Aktion „Natur im Garten“. Die aktuelle Studie wurde von der Hochschule für Agrar-und Umweltpädagogik in Wien durchgeführt.

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