Der große Vorteil des Internet per Mobilfunknetz, WLAN-Technologien oder Satellit ist, dass keine Kosten für Kabelverbindungen anfallen und deutlich mehr Haushalte so mit Breitband versorgt werden können. Foto: Shutterstock/Ian Law


9. Oktober 2017

Infrastruktur

Kabellose Breitbandoptionen

Einen wichtigen Schritt ergänzend zum Breitbandausbau im Land Salzburg stellt der Bericht „Kabellose Breitbandoptionen begleitend zum Infrastrukturausbau“ dar. Kürzlich wurde der Projektabschlussbericht der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research präsentiert. Dieser dient als Informationsquelle für derzeit mögliche Optionen in unterversorgten ländlichen Regionen.

Ziel des Landes ist es, bis 2020 in Salzburg eine flächendeckende Breitbandversorgung zu erreichen. „Dazu müssen wir vor allem in dünn besiedelten Gebieten im ländlichen Raum, wo der Ausbau kabelgebundener Lösungen nicht möglich ist, auf drahtlose Technologien setzen“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer. „Breitbandnetze sind die Güterwege des 21. Jahrhunderts und ermöglichen, standortunabhängig an den Möglichkeiten der Digitalisierung zu partizipieren.“ Besonders der ländliche Raum könne nur mit dem Ausbau der Datenleitungen attraktiv für die jungen Menschen bleiben. Ganz besonders in entlegenen Gebieten gelte es nun, die Versorgungslücken im Bundesland zu füllen.

„Der große Vorteil des Internet per Mobilfunknetz, WLAN-Technologien oder Satellit ist, dass keine Kosten für Kabelverbindungen anfallen und deutlich mehr Haushalte so mit Breitband versorgt werden können. Wir müssen alle Technologien nutzen, um einen Breitband-Vollausbau zu erreichen“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Vier Optionen für mehr als zehn Megabit pro Sekunde

Wenn aktuell in einem Gebiet mit kabelgebundenen Lösungen keine ausreichende Versorgung gewährleistet werden kann, bleibt der Wechsel zu drahtlosen Technologien, heißt es in dem Bericht der Landesforschungsgesellschaft. Vier verschiedene Kategorien möglicher Lösungen sind dabei zu unterscheiden:

  • mobiles Internet der Mobilfunkanbieter,
  • lizenzfreies Internet über WLAN-Technologien (kabellos),
  • lizenziertes Internet im 3,5-Gigahertz-Bereich von lokalen Anbietern sowie
  • Internet über Satellit.

Alle vier Optionen eignen sich dazu, Breitband mit mehr als zehn Megabit pro Sekunde in ländlichen Regionen anzubieten.

Diese Technologien können Übergangs- bzw. mittelfristige Alternativlösungen bei akuter Unterversorgung darstellen. Salzburg Research führte dazu unter anderem Messungen der Mobilfunkdatenraten an Standorten im Grenzgebiet Seekirchen/Köstendorf/Obertrum/Mattsee durch. Auf Basis dieser Ergebnisse werden für andere Gebiete mögliche Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Für Bürgerinnen und Bürger besteht zudem seit Kurzem die Möglichkeit, die verfügbaren Mobilfunkdatenraten an ihrem Standort zu messen. Das Land Salzburg hat dafür eigene von Salzburg Research entwickelte Messboxen angeschafft.

Weitere Informationen unter www.salzburg.gv.at/breitband.

 

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