Die Polizei lädt Seniorinnen und Senioren dazu ein, sich an der Initiative "GEMEINSAM.SICHER in den besten Jahren" zu beteiligen und in regionalen Foren Sicherheitsthemen gemeinsam an einem Tisch zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln. Foto: Shutterstock/DGLimages


23. August 2017

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In den besten Jahren

Im Rahmen der Initiative "GEMEINSAM.SICHER in den besten Jahren" wird die Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Seniorenrat und der Polizei intensiviert und gefördert.

Die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe in Österreich sind Seniorinnen und Senioren. 18,5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind älter als 65 Jahre, neun Prozent älter als 75 Jahre. Immer wieder kommt es vor, dass Kriminelle gerade die Hilfsbereitschaft und Gutmütigkeit aber auch die Einsamkeit älterer Menschen ausnützen. Es ist deshalb wichtig, und im Sinne der Initiative „GEMEINSAM.SICHER in Österreich“, allen Menschen gleichermaßen die Chance zu geben, die Sicherheit in ihrem Umfeld mitzugestalten, die Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Seniorenrat und der Polizei zu verstärken.

Sicherheitsgefühl bei Seniorinnen und Senioren steigern

Eine wichtige Zielgruppe bei Themen, die das Sicherheitsempfinden beeinflussen, sind ältere Menschen. Hilfsbereitschaft, Einsamkeit und Gutmütigkeit machen sie oft zu Opfern von Trickbetrügereien. Angst und Unsicherheit sowie eingeschränkte Mobilität können das Sicherheitsgefühl zusätzlich negativ beeinflussen. Gerade beim Älterwerden ist man oft auf seine Mitmenschen angewiesen. Gegenseitige Hilfe und Aufmerksamkeit gehören zu einem respektvollen Zusammenleben, genauso wie einander zuzuhören und gemeinsam an Lösungen für Probleme zu arbeiten – noch bevor etwas passiert.

Kooperation mit Österreichischem Seniorenrat

Als Sozialpartner vertritt der Österreichische Seniorenrat die Interessen von über 2,3 Millionen Seniorinnen und Senioren in Österreich. Der Seniorenrat ist der Dachverband der großen Seniorenorganisationen in Österreich mit insgesamt rund 887.000 Mitgliedern. Rund 38 Prozent der Senioreninnen und Senioren in Österreich gehören damit einer Seniorenorganisation an. Mit der Kooperation des Österreichischen Seniorenrates mit „GEMEINSAM.SICHER in Österreich“ soll das Sicherheitsgefühl der Seniorinnen und Senioren in Österreich gestärkt werden.

„Sicherheit herzustellen und zu erhalten ist auf der einen Seite die Aufgabe der Polizei, auf der anderen Seite ist Sicherheit ein subjektives Empfinden, das von äußeren Faktoren wie Erfahrungen oder Medienberichten abhängig ist“, sagt der Präsident des Österreichischen Seniorenrates und des Pensionistenverbandes Österreich, Dr. h.c. Karl Blecha. „Die Initiative „GEMEINSAM.SICHER in Österreich“ trägt durch den intensiven Austausch von Bürgerinnen und Bürgern mit der Polizei dazu bei, dass alle Aspekte von Sicherheit angesprochen und durch das gegenseitige Verständnis sowohl die Sicherheit als auch das Sicherheitsgefühl gesteigert werden.“

Die Präsidentin des Österreichischen Seniorenrates und des Österreichischen Seniorenbundes, Ingrid Korosec, macht das Wesen der Zusammenarbeit an folgenden Bereichen fest: „Das Ziel ist einerseits die Steigerung des objektiv überprüfbaren Schutzes, andererseits auch die Vermittlung eines stärkeren subjektiven Sicherheitsgefühls. Schon jetzt zeichnen sich Österreichs Seniorinnen und Senioren dadurch aus, dass sie sich in allen Bereichen des Lebens thematisch einbringen und konstruktiv zu Wort melden. Damit tragen sie zu wichtigen Änderungen bei. Dies gilt nunmehr auch für die Initiative „GEMEINSAM.SICHER in den besten Jahren“, bei der die Mitarbeit der älteren Generation im Zentrum steht“.

Prävention durch intensive Zusammenarbeit

Die Polizei lädt Seniorinnen und Senioren dazu ein, sich an der Initiative „GEMEINSAM.SICHER in den besten Jahren“ zu beteiligen und Sicherheitsthemen gemeinsam an einem Tisch in regionalen Foren zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln – auch, wenn die Themen nicht immer in den primären Zuständigkeitsbereich der Polizei fallen.

Die Broschüre „GEMEINSAM.SICHER in den besten Jahren“ beinhaltet Tipps zu möglichen Gefahren und Informationen zum richtigen Verhalten, wenn schon etwas passiert ist: Sicherheitstipps beim Einkaufen, für unterwegs, beim Surfen im Internet oder zu Hause gehören zu den Themen wie Notrufnummern für den Notfall. Die Broschüre steht auf den Präventionsseiten der Homepage des Bundeskriminalamts zum Herunterladen zur Verfügung.

Die Broschüre kann auch in gedruckter Form angefordert werden, per E-Mail unter BMI-II-BK-1-6@bmi.gv.at oder auf dem Postweg: Bundeskriminalamt, Büro 1.6 Kriminalprävention und Opferhilfe, Josef-Holaubek-Platz 1, 1090 Wien.

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