Jeder einzelne Baum, der sich im öffentlichen Besitz der Gemeinde befindet, wurde markiert, verortet und einer visuellen Verkehrssicherheitskontrolle unterzogen.


30. November 2017

Haftungsentlastung

Gemeindekooperation Baumkataster

Hintergrund ist dabei einerseits die Rechtslage, dass gemäß § 1319 des ABGB Schadenersatz durch den Baumhalter (Gemeinde) zu leisten ist, wenn der Schaden durch die „mangelhafte Beschaffenheit des Werkes (Baumes) entstanden ist, und er nicht beweist, dass er alle zur Abwendung der Gefahr erforderliche Sorgfalt angewendet habe (Beweislastumkehr) und andererseits die Verwendung eines Managementwerkzeuges, das eine kostenoptimierte und nachhaltige Baumbewirtschaftung ermöglicht.“

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Niederösterreich wurde somit eine Ausschreibung gestartet und eine gemeinsame Software angeschafft. Weiters wurden Rahmenverträge für die Ersterhebung und die laufende Kontrolle der über 8000 Bäume geschlossen. Bei dieser Ersterfassung wurde jeder einzelne Baum, der sich im öffentlichen Besitz der Gemeinde befindet, markiert, verortet und einer visuellen Verkehrssicherheitskontrolle von den Spezialisten der Österreichischen Bundesforste AG (ÖBf) unterzogen. Dabei wurden Parameter wie Baumart, Altersklasse, Höhe, Vitalität und Schädigungen sowie notwendige Untersuchungen bzw. Pflegemaßnahmen ermittelt.

Alle Informationen einsehbar

Im Juni 2017 wurde die Ersterfassung aller Bäume abgeschlossen und im Zuge einer Präsentation unter anderem auch Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, der sich über diese Kooperation hocherfreut zeigt, vorgestellt. Ab jetzt können die zuständigen Mitarbeiter und jeder Bürgermeister den letzten Zeitpunkt der Kontrolle und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, einsehen. Diese Dokumentation ist für eine eventuelle Haftungsentlastung unbedingt notwendig.

Den Gemeinden des Bezirkes ist durch die gemeinsame Vorgangsweise eine erhebliche Kosteneinsparung sowohl bei der Anschaffung der Baumkatastersoftware, als auch bei den ausgeschriebenen Kontroll- und Pflegemaßnahmen gelungen.

Bgm. Reinhard Deimel (Dobersberg), Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, Michelle Müller und Celia Brenner (beide ÖBf AG), Bgm. Robert Altschach (Waidhofen/Thaya), Christoph Kiedl (Synergis Informationssysteme GmbH), Bgmin. Anette Töpfl (Vitis) und Jürgen Weber (ÖBf AG).

Bgm. Reinhard Deimel (Dobersberg), Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, Michelle Müller und Celia Brenner (beide ÖBf AG), Bgm. Robert Altschach (Waidhofen/Thaya), Christoph Kiedl (Synergis Informationssysteme GmbH), Bgmin. Anette Töpfl (Vitis) und Jürgen Weber (ÖBf AG).

 

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