Georg Tollinger und Johann Haun (beide TIGAS), LHStv Josef Geisler, Bundesminister Andrä Rupprechter, Josef Kröll (Bioenergie Schlitters), Philipp Hiltpolt (TIGAS). Foto: Land Tirol/Entstrasser-Müller


12. Mai 2017

Tirol

Energie aus Speiseresten

Seit mittlerweile zehn Jahren geht die Bioenergie Schlitters im Zillertal einen zukunftsweisenden Weg. Aus jährlich rund 9.000 Tonnen Speiseresten werden zwölf Megawattstunden Biogas.

Das Biogas wird auf Erdgas-Qualität aufbereitet, in das Erdgasnetz eingespeist und kommt als Heizenergie für umgerechnet 1.000 Einfamilienhäuser sowie über Tirols erste Biogas-Tankstelle in Schlitters als Treibstoff zum Einsatz. Zudem werden Ökostrom und Fernwärme produziert.

Thema anlässlich eines Besuchs von Umweltminister Andrä Rupprechter und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler bei der Bioenergie Schlitters war auch die anstehende Ökostromnovelle. „Moderne und innovative Anlagen wie diese hier in Schlitters brauchen auch in Zukunft stabile Rahmenbedingungen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur CO2-freien Energieversorgung und damit zum Klimaschutz“, weiß Rupprechter. Diese sollen im Rahmen der Ökostromnovelle gewährleistet werden.

Ein weiteres Anliegen, das Bundesminister Rupprechter mit nach Wien nahm, ist ein steuerliches: „Wir müssen bei Kunden, die sich für die Belieferung mit dem regenerativen heimischen Energieträger Biogas entschieden haben, aufgrund der bestehenden Steuergesetzgebung die Erdgasabgabe in Rechnung stellen. Das ist für die weitere Forcierung von Biogas kontraproduktiv“, erklärt Philipp Hiltpolt, Geschäftsführer der an der Bioenergie Schlitters beteiligten TIGAS.

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