BSO-Präsident Rudolf Hundsdorfer, Bürgermeister Siegfried Nagl (Graz), Snowboard-Weltmeisterin Marion Kreiner, Bürgermeister Jürgen Winter (Schladming), Christiane Mörth (Eiskunstlaufverband), Bürgermeister Konrad Walk (Hochfilzen). Foto: GEPA/Austria 2026


25. Januar 2018

Sportevent

Bürgermeister wollen Olympia

Die positiven Erfahrungen der Special Olympics World Winter Games im vergangenen Jahr haben Bürgermeister aus der Steiermark und Nachbarländern, allen voran der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl und sein Amtskollege Jürgen Winter aus Schladming, dazu veranlasst, sich intensiv mit dem Gedanken zu befassen, die Olympischen Winterspiele 2026 in die Steiermark zu bringen und hierfür die Initiative „Austria 2026“ zu gründen. Vorgestellt wurde sie im Rahmen des Nightrace in Schladming.

Was diese mögliche Bewerbung auszeichnet und von bisherigen Bemühungen abhebt, ist der „von der Basis nach Oben“-Charakter. „Das Bestreben, das größte wintersportliche Ereignis nach 50 Jahren wieder nach Österreich zurück zu holen, kommt von Bürgermeistern einiger etablierter Veranstaltungsorte und von Verbandsvertretern“, so Siegfried Nagl.

Jürgen Winter sieht die Zeit reif für Olympia in der Steiermark: „Wir sagen Nein zu Gigantomanie ohne nachhaltige Nutzung und wollen mit vernünftigen Spielen in einem von Wintersporttradition geprägten Land international punkten.“

Herzlichkeit, Völkerverbindung und ein friedvolles Miteinander

Im Fokus der Spiele sollen die zentralen olympischen Werte Herzlichkeit, Völkerverbindung und ein friedvolles Miteinander stehen. Special Olympics, die Olympischen Spiele und die Para Olympics würden Graz und Schladming zu echten Städten der Inklusion machen! „Und das im Einklang mit einem leistbaren Budget“, so Nagl und Winter. Dass in der Steiermark vernünftig mit Kosten bei Großereignissen umgegangen wird, bewiesen die Special Olympics Weltwinterspiele, deren Bilanz sich mehr als sehen lassen kann.

Erste unverbindliche Gespräche mit Führungspersönlichkeiten aus Sport und Politik verliefen äußerst positiv. „Wir sind überzeugt, dass uns die positive Einstellung vieler Bürgermeisterinnen und Bürgermeister auch die Unterstützung seitens des Landes und des Bundes bringen wird“, blicken Nagl und Winter positiv in die Zukunft. Der nächste große Schritt ist ein erstes Schreiben an das Internationale Olympische Komitee IOC nach Lausanne, in dem die Absicht erklärt wird, sich als Austragungsort für die XXV. Olympischen Winterspiele zu bewerben.

Vorhandene Infrastruktur nutzen

Austria 2026 setzt großteils auf vorhandene Infrastruktur, die modernisiert wird, um so auch für kommende Sportlergenerationen die notwendige Basis für künftige Erfolge zu bieten. „Wir wollen keine Milliarden Euro in Anlagen pumpen, die nach dem Ende der rund dreiwöchigen Spiele nicht mehr gebraucht werden“, so Nagl. Jürgen Winter ergänzt: „Wir werden einen sorgfältigen Plan mit vernünftigen Zahlen erstellen. Wir streben Spiele mit Hausverstand an, die eine nachhaltige Wirkung in einer der ursprünglichen Wintersportregionen, den Alpen, haben.“

Diese Wirkung gehe weit über die Grenzen der Steiermark hinaus. „Ganz Österreich kann von diesen Winterspielen profitieren.“ Der Medienwert der Special Olympics Weltwinterspiele war im zweistelligen Millionenbereich.

Unterstützung von ÖOC-Präsident Karl Stoss

ÖOC Präsident Karl Stoss steht der Initiative positiv gegenüber: „Ich freue mich sehr, wenn positive Signale für die Olympische Bewegung kommen. Das zeigt, dass der olympische Gedanke in Österreich verankert ist. Vor dem Hintergrund, dass das IOC wieder zurück zu den Wurzeln möchte, bin ich sicher, dass eine alpine Region wie Österreich gute Chancen auf die Zuerkennung hat. Wenn es aus der Region den Wunsch gibt, werden wir uns gerne einbringen.“

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